DAS SCHLOSS DEUTSCHKREUTZ |
| Ein kleiner geschichtlicher Überblick |
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Im Jahre 1492 wurde in Deutschkreutz erstmals eine mittelalterliche Burg erwähnt. Sie gehörte bis 1535 der Familie Kanizsay. Durch Heirat kam der
Besitz an die Familie Nadasdy. Thomas Nadasdy ließ die Burg 1560
zu einem Renaissanceschloss umbauen. Dazu holte er sich Baumeister aus
Italien. 1597 wurde in den Schriften das Castrum Keresztur (=Schloss Deutschkreutz)
erwähnt. Franz III. Nadasdy
wechselte dann wieder zum katholischen Glauben über. In dieser Zeit galt,
dass die Untertanen den Glauben ihrer Grundherren annehmen mussten. ("Cuius
regio, eius religio") Im Juni 1681 war für Deutschkreutz ein großer Tag: Kaiser Leopold I. kam zu Besuch und gastierte im Schloss. Graf Paul Esterhazy ließ von seinem neuen Besitz gleich eine Bestandsaufnahme machen. Zum Schloss gehörten damals: ein Lust-, Zier- und Küchengarten; im Garten befanden sich ein Brunnen, ein großer Meierhof, dahinter Küche und Keller, ein langer Meierstall, eine Hofschmiede, Zimmer für den Stallmeister, ein Reitstall, ein Gartenhaus, ein Kalk- und Ziegelofen, 3 Schlossteiche,..... und natürlich Hofweingärten! Allerdings hielten sich die späteren Fürsten Esterhazy nicht oft im Schloss in Deutschkreutz auf, sondern bevorzugten ihre anderen Besitzungen, wodurch die Bedeutung des Schlosses immer mehr abnahm, bis es schließlich das Zentrum eines riesigen landwirtschaftlichen Gutes wurde und dies bis zum Zweiten Weltkrieg blieb. 1945 - 1955, während der russischen Besatzungszeit (nach dem 2. Weltkrieg), wurde der Esterhazysche Grundbesitz von den Sowjets verwaltet, das Schloss zu einer Kaserne. Dabei wurde die Innenausstattung schwer beschädigt, die Kapelle total zerstört. Am 15. Februar 1957 wurde in der Gemeinderatssitzung über den Ankauf des Schlosses diskutiert. Die Esterhazysche Güterdirektion überließ der Gemeinde das Schloss um 650.000 Schilling.
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| Quellenangabe: Schneller Mag., Franz: Deutschkreutz. Marktgemeinde Deutschkreutz, 1995 |